In einem Interview mit dem WDR zu den aktuellen Schülerprotesten schiebt NRW-Schulministerin Sommer den schwarzen Peter den LehrerInnen des Landes zu. Stress bei G8 sei lediglich ihnen zuzuschreiben, da die Verschlankung des Lehrpläne noch nicht bei ihnen angekommen sei und Absprachen an Schulen schlecht funktionieren würden.
So nicht, Frau Sommer!
Nicht die Lehrer sind an der Überlastung Schuld: das Ministerium weigert sich konstant, die Lehrpläne zu kürzen
Immer und immer wieder hat es die GEW gesagt: Inhaltlich sind die alten Lehrpläne kaum verschlankt worden, sie sollen aber die gleichen Kompetenzen vermitteln …
- mit einem Schuljahr weniger,
- möglichst ohne Hausaufgaben,
- mit deutlich jüngeren SchülerInnen.
Die GEW hat umfangreiche Kürzungsvorschläge gemacht, so gut wie nichts davon wurde umgesetzt. Wer Schulzeit verkürzen will, wer Hausaufgaben abschaffen will, muss Inhalte reduzieren und Ziele zurückfahren – oder auf G8 verzichten!
Das WDR-Interview im O-Ton unter http://www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/s/d/19.11.2009-06.05/b/ schuelerproteste.html